16 December 2017    
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   Saubere Hände PröllFall Franz Stieger
Druckansicht generelle Unschuldsvermutung

 

26.01.2013 Opens internal link in current windowHermann Lederhilger's Darstellung der Vorgänge vom Oktober 2012  (ehemaliger Obmann des Strassen- Wege- und Wirtschaftsausschusses ).

Pressespiegel:


Opens external link in new windowQuelle Die Aufdecker


Der streitbare Kremser Franz Stieger kämpft verzweifelt gegen die Obrigkeit und eine drohende Haftstrafe.

LETZTES UPDATE AM 03.06.2011, 14:21

Jäger und Sammler: Franz Stieger hortet Berge an Papier für seinen Kampf gegen die Behörden – am kommenden Dienstag soll er ins Gefängnis.

Bösartige Polizisten, ein Bürgermeister, der Bürger einschüchtern lässt. Ein Ex-Kripobeamter, der ein Naheverhältnis mit Zuhältern pflegt und gefährliche Drohungen ausspricht. Jeder deckt jeden.

Was sich anhört wie der Plot eines C-Movies, entspringt tatsächlich den Erzählungen von Franz Stieger. Das Drehbuch seines Lebens in der Kleinstadt Krems. Es ist ein turbulentes Leben, das zurzeit unlustig verläuft. Am 8. März muss Franz Stieger eine dreimonatige Haftstrafe antreten. "Hilfe, die wollen mich einsperren. Ich kämpfe gegen ein korruptes System, das mich viel Geld gekostet hat und das mich ruinieren will", sagt der 51-Jährige, seit Jahren gegen die Obrigkeit anrennt. Stieger ist fürwahr ein streitbarer Gesell. Sein liebstes Ziel: Rudolf Danner, der Bürgermeister der zu Krems zählenden Gemeinde Rohrendorf. Dort hat alles begonnen. Mit einer von der Gemeinde errichteten Busbucht.

Papierkrieg

Die Haltestelle sorgte für anhaltende Rechtsstreitigkeiten. Franz Stieger wähnt das Stück Boden in seinem Eigentum, hat in einem Verfahren Dokumente vorgelegt, doch jene von Bürgermeister Danner hätten den Ausschlag gegeben. "Das waren gefälschte Papiere", behauptet Stieger noch heute, also Jahre später. Seitdem beschäftigt der Geschäftsmann die Behörden, ist zur lokalen Berühmtheit mutiert. Er zeigt Beamte an ("Polizei, Justiz und manche Politiker sind verhabert, wie bei der Mafia"). Dank Stiegers Hinweisen sei ein Polizist versetzt und Bürgermeister Danner (weil nicht nur dessen Kraftwagen betankt war) durch revierfremde Beamte einmal seinen Führerschein losgeworden, sagt der Gerichtsroutinier nicht frei von Stolz.

Bürgermeister Danner hat das Thema offenbar satt. Genervt meint er: "Ich sage nichts mehr dazu. Für mich ist das abgehakt. Schreiben Sie, was Sie wollen."

Bitte sehr: Im Jahr 2007 wurde in Stiegers Haus eingebrochen und ein Tresor gestohlen. "Da waren neben 90.000 Euro auch belastende Materialien gegen einen Ex-Kripobeamten drin." Stieger, der alles dokumentiert und fotografiert, meldete seinen Verdacht gegen den Beamten (dessen Telefonprotokoll er knacken konnte, was ihm Ungemach wegen Datenklau einbrachte) und angeblich mit diesem gut bekannte Herren aus der Rotlichtszene - das Verfahren wurde eingestellt.

Im Gegenzug hagelte es Anzeigen für Franz Stieger. Wegen Falschparkens, Schnellfahrens, etc. "Alles erfunden", sagt Stieger, der bereits wegen nicht bezahlter Strafen ("Ich habe kein Einkommen mehr") kurzfristig im Gefängnis war.

Polizeiärger

Jetzt ist es wieder so weit. Auslöser sind diesmal Anzeigen von Polizisten wegen Körperverletzung und Widerstandes gegen die Staatsgewalt. "Die beiden Beamten, um die es geht, drangsalieren mich seit Jahren. Der eine sagt, ich hätte den anderen attackiert und verletzt. Der andere bestätigt. Was soll ich da machen?" Richter Richard Simsalik vom Landesgericht Krems sagt zur Causa Stieger: "Es hat mehrere Verfahren gegeben, die abgeschlossen sind und in denen Beweise gewürdigt wurden."

Wie es weitergeht?

Franz Stieger hat um Haft-Aufschub angesucht. Er hat alle möglichen Instanzen (inklusive Landeshauptmann Pröll) um Hilfe gebeten.

Ohne Erfolg. "Ich will nicht ins Gefängnis. Aber zur Not kämpfe ich von dort aus weiter."

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